die konsequenz dieser sache

die konsequenz dieser sache war, dass der tatbestand unmissverständlich darauf hindeutete, dass das opfer, des täters im mittelpunkt des lichtes, also auf der bühne, neben dem piano, vor dem vorhang und hinter der person x stand, die sich zu eben jenem zeitpunkt auf der bühne eingefunden haben muss, um freigiebig zu erläutern warum sie weshalb, sich in dieser situation vollkommen nackt auszog.

dies war ein teil des stückes, nichts missverständliches, sondern teil der inszenierung des regisseurs, der sich schon immer jegliche freiheiten genommen hat, um die zuschauer in der massivsten art und weise zu schockieren – auf der bühne lässt er mit echten flaschen werfen, die musik bis zum anschlag drehen, bis sich die zuschauer die ohren vor schmerz zuhalten, kaum einer steht jemals vollständig bekleidet auf der Bühne, er verliert jegliche hemmungen, wenn er vor der bühne steht und muss blut spucken, wenn er vor begeisterung vollkommen die kontrolle über sich verliert.

dann kommt immer jemand mit einem handtuch, einem eimer und einer flasche absinth – jener, der den regisseur weitere hemmungen verlieren lässt, und den kreislauf der vollkommenen ekstase fortsetzt – wie er mit seinem leben klar kommt weiß keiner. – er ist die provokation an sich – passt nirgendwo hinein biedert sich nicht an.

man möchte ihn an der hand nehmen und ihm den alkohol, die zigaretten und die dreckigen kleider vom leib reißen – doch er ist doch genial so wie er ist. ein neuer jubelschrei nach jeder inszenierung.

sein leben das opfer für die genialität. doch das geht nur in ordnung, seine hingabe für die Bühne reicht für sein vermächtnis, der mensch in den hintergrund.

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